Das Schreiben – Die Bewerbung

Früher hatte das Anschreiben die Funktion eines Begleitschreibens. Heute hat seine Bedeutung dagegen erheblich zugenommen. Der Grund: Bei der großen Flut von Bewerbungen hat der Arbeitgeber gar nicht die Zeit, alle Bewerbungsunterlagen ausführlich zu lesen und zu bewerten. Deshalb dran denken: Das Anschreiben ist der wichtigste Informationsträger. Es soll spontan begeistern. Das Bewerbungsanschreiben präsentiert alle wesentlichen Informationen der gesamten Bewerbung auf einen Blick. Es zeigt Kenntnisse und Fähigkeiten und sollte Aufschluss über deine Persönlichkeit geben. Mit dem Anschreiben kannst du den bestmöglichen ersten Eindruck machen. Gelingt das, werden deine Unterlagen auch gelesen.

Checkliste

  1. Bewerbungsschreiben (am PC geschrieben)
  2. Tabellarischer Lebenslauf mit aktuellem Bewerbungsfoto
  3. Zeugniskopien
  4. Bescheinigungen über Praktika, Kurse/Schulungen (z.B. EDV-Kurse)

Faustregel: Nie länger als eine Seite

Das muss rein:

Auf welche Stelle du dich bewirbst und wie du auf die Stelle aufmerksam geworden bist (z.B. Inserat aus der Zeitung oder aus dem Internet von Seiten wie diesen).
Wann bist du mit der Schule fertig und welchem Schulabschluss du voraussichtlich haben.
Vermeide Floskeln oder Übertreibungen und halte das Schreiben möglichst kurz und knapp. Nicht vergessen: Schreibe, dass du ein Vorstellungsgespräch führen möchtest.

Formale Gestaltung:

Beim Bewerbungsschreiben kommt es auf auch die äußere Form an. Verstößt du hier gegen die üblichen formalen und gestalterischen Erwartungen (= Regeln), sinken deine Chancen, die nächste Runde – das Vorstellungsgespräch – zu erreichen. Auf die folgenden Dinge solltest du deshalb im Bewerbungsschreiben achten: Brief-Richtlinien: Das Anschreiben ist ein Brief und sollte daher auch wie ein Brief aussehen: Sowohl was die Gestaltung des Briefkopfes als auch Datum und Ort angeht. Ebenfalls solltest du vor der Anrede die Betreffzeile nicht vergessen: Du kannst dort „Ihre Anzeige vom xx in der xx Zeitung vom …“ oder „Bewerbung um einen Ausbildungsplatz als xx in Ihrem Unternehmen“ hinschreiben.Papier: Verwende ein hochwertiges und sauberes Papier, evtl. sogar mit Wasserzeichen. Ein solches Papier bekommst du in jedem Schreibwarenhandel.

Eine DIN-A4-Seite:

Chance vertan wenn die Form nicht stimmt! Dein Bewerbungsschreiben darf nicht länger als eine DIN A4 Seite sein. Personalabteilungen bzw. Personalleiter bekommen auf jede Anzeige viele Bewerbungen. Zu ihrem Job gehört es daher, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel über dich zu erfahren. Schreibst du hier drei Seiten, kann dies zum Grund werden, dass deine Bewerbung gar nicht erst gelesen wird. Übrigens: Wenn du viele Informationen auf engem Raum in angemessener Form präsentieren kannst, wird das von dem Leser als klares Plus auf deiner „Habenseite“ vermerkt! Nimm dir also Zeit und „feile“ an diesem Text, zwei Mal, drei Mal

Persönliche Anrede:

Die Bewerbung sollte sich immer an einen konkreten Ansprechpartner mit Namen richten. Meistens wird dieser Name in der Stellenanzeige benannt. Findest du auch nach längerer Suche keine Kontaktperson, richte deine Bewerbung an: „Sehr geehrte Damen und Herren,“

Rechtschreibung:

Ein Rechtschreibfehler im Anschreiben bedeuten den K.o., noch bevor der Gong zur ersten Runde verklungen ist. Also: Achte auf richtige – durchgängig neue – Rechtschreibung. Im Zweifelsfall schaue auch einmal in den Duden (www.duden.de).

Komplette Unterlagen:

Für Deine Bewerbung solltest du deine letzten Zeugnisse (die neuesten immer oben) von Schule, Praktika, (privaten) Fortbildungen zusammensuchen und als Kopien (!) beilegen. Diese solltest du am Ende des Anschreibens als „Anlagen“ erwähnen. Liegt dir zum Zeitpunkt der Bewerbung dein Abgangszeugnis noch nicht vor, lege zunächst dein Halbjahreszeugnis bei. Verweise im Anschreiben darauf, dass du dein Abgangszeugnis bei Bedarf gerne nachreichst. (IHK)